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Weidezaungerät Test 2016 - Die ultimative Kaufberatung

Wer Tiere wie Kühe, Pferde oder Schafe auf einer Weide oder Koppel hält, die von keinem fest montierten Zaun umschlossen ist, greift gerne auf Weidezaungeräte zurück. Vor dem Kauf bzw. Bau eines Weidezaunes sollten aber gewisse Voraussetzungen beachtet werden, damit das Weidezaungerät auch seinen Zweck zum Hüten der Tiere erfüllen kann. Und es nicht zu unerwarteten Problemen kommt.

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Hier kommt unser Ratgeber ins Spiel. Denn wir geben einen umfassenden Überblick zum Thema Weidezaungeräte. Neben Informationen über die verschiedenen Gerätetypen geben wir auch Tipps an die Hand, worauf vor, beim und nach dem Kauf sowie beim Bau von elektrischen Weidezäunen zu achten ist.

Wie funktioniert ein Weidezaungerät

Ein Weidezaungerät versetzt einen elektrischen Weidezaun, der das zu hütende Vieh umschließt, unter Spannung. Für einen Stromfluss ist auch bei einem elektrischen Weidezaun immer ein geschlossener Stromkreislauf nötig. In diesem Fall gibt es ein Potenzialunterschied zwischen dem Weidezaun und der Erde. Ein elektrischer Pol des Weidezaungerätes wird mit einem Pfahl geerdet, sprich mit der Erde verbunden. Der andere Pol wird an den Draht des Elektrozaunes geschlossen.
Berührt ein Tier (oder ein Mensch) den elektrischen Weidezaun, wird der Stromkreis geschlossen. Mit dem Körper des Tieres (bzw. der Hand des Menschen) am Zaun wird der Pluspol berührt, mit den Füßen auf dem Boden steht man quasi auf der Erdung. Bei Berührung mit den Drähten erhalten die Tiere (oder eben der Mensch) somit einen kurzen elektrischen Stromstoß, der über den Körper des Tieres zur Erde abfließt und damit ungefährlich ist. Dies lässt die Tiere (oder neugierige Kinder) zurückweichen. Denn viele haben sicherlich schon als Kind die Erfahrung gemacht, dass man einen Stromzaun kein zweites Mal berühren möchte. Und so ist es auch bei den Tieren. Durch den kurzzeitig schmerzhaften Stromschlag setzt bei den Tieren schnell ein Lerneffekt ein, so dass sie dem Zaun in Zukunft fern bleiben.
Zu beachten ist auf jeden Fall, dass dies für Tiere und Menschen ungefährlich ist. Würde hingegen ununterbrochen eine hohe Wechselspannung auf dem Zaun anliegen, könnte es bei Tier und Mensch zu gefährlichen Muskelkrämpfen kommen oder sogar zum Tod führen.

Worauf beim Kauf eines Weidezaungerätes achten?

weidezaungerät testbericht

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Wer sich ein Weidezaungerät zulegen möchte, muss auf verschiedene Dinge achten. Vor allem ist auf die Sicherheit zu achten, so dass wir nur zum Kauf geprüfter Geräte von seriösen Herstellern wie Corral und VOSS.farming raten. Dubiose Quellen im Internet sollten auf jeden Fall gemieden, sondern nur seriöse Shops für Weidezaungeräte im WWW oder vor Ort aufgesucht werden.
Aber auch bei den namhaften Herstellern gibt es Unterschiede und Details, die zu beachten sind. Die einzusetzende Weidezaungeräteart unterscheidet sich je nach Einsatzgebiet und zu hütender Tierart erheblich. Damit es nicht zu Fehlkäufen oder Verlust von Tieren kommt, sollten vorher alle Eventualitäten und Gegebenheiten genau geklärt und beachtet werden.

Verschiedene Weidezaungeräte-Typen

Auf dem Markt der Weidezaungeräte gibt es verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Stromstärken. Die mögliche Spannung der Weidezaungeräte reicht von niederer bis hin zu sehr hohen Spannungen von bis zu 4000 Volt. Für den Betrieb der einzelnen Geräte sind natürlich auch unterschiedliche Stromquellen nötig.

  • 9 bis 12 Volt
    Weidezaungeräte mit 9 oder 12 Volt werden über Batterien oder Akkumulatoren betrieben und erzeugen eine elektrische Spannung von bis zu 10 kV. Dabei sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Batterien wieder aufgeladen werden können und nicht ersetzt werden müssen (Akkumulatoren). Dies würde weitere laufende Kosten und unnötigen Abfall verursachen. Umweltschonend und kosteneffizient sind Weidezaungeräte, die gleich im Set mit einem Solar-Paneel geliefert werden. Über die angeschlossenen Solarzellen können die Akkus bei Sonnenschein wieder aufgeladen werden. Das vereinfacht die Wartung und Kontrolle und senkt langfristig gerechnet die Kosten.
  • 230 Volt
    Am wirtschaftlichsten sind Weidezaungeräte mit 230 Volt Netzbetrieb. Ihr Nachteil ist aber, dass für diese Geräte ein Stromanschluss notwendig ist. Das ist gerade draußen auf der Weide, wo ja in der Regel die Tiere eines Landwirtes die meiste Zeit des Jahres untergebracht sind, durchaus ein Problem.

Einsatzgebiet von Weidezäunen

Das Einsatzgebiet von Weidezäunen und damit auch Weidezaungeräten ist vielseitig. Je nach zu hütender Tierart, der Länge des Zaunes und den sonstigen Gegebenheiten vor Ort bietet der Markt unterschiedliche Gerätetypen mit verschiedenen Stärken an. Für eine gute und hohe Hütesicherheit sind als Mindestspannung ca. 2500 Volt empfohlen und notwendig. Sollen hingegen Tiere mit einem besonders dicken Fell durch ein Weidezaungerät eingeschlossen werden, ist mindestens eine Spannung von 4000 Volt empfohlen.
Eine Besonderheit unter den Weidezäunen stellen die Schafsnetze für Schäfer dar. Diese mobilen Elektrozäune sind mit ihren Kunststoffpfählen und dem Schafsnetz sehr einfach auf- und wieder abzubauen, da Schäfer mit ihren Herden oft die Weidefläche wechseln. Mit dieser Art von Weidezaun ist es sehr schnell möglich, eine neue Weidefläche für die Herde abzustecken. Aber auch beim Kauf von Schafnetzen gibt es Qualitätsunterschiede. Hier sollte auf eine gute Verarbeitung gesetzt werden, damit die Herde sicher geschützt ist und der Schäfer beruhigt sein kann.

Baumaterial für einen Weidezaun

Neben dem Weidezaungerät, das für die Stromversorgung eines elektrischen Weidezaunes sorgt, benötigen sie für den Bau eines Weidezaunes noch weitere Baumaterialien. Je nachdem, für welches Gerät mit welcher Stromstärke sie sich entschieden haben, muss eine Stromversorgung am Bauort sichergestellt sein. Ist der Entschluss hingegen auf ein batteriebetriebenes Modell gefallen, empfiehlt sich die Verwendung eines Solarmoduls, um den Wartungsaufwand und Kosten zu senken.
Als Leiter für den Strom empfehlen sich blanke Drähte aus Aluminium bzw. verzinktem Stahl oder mehrere dünne (ca. 0,2–0,3 mm stark), in Kunststoffgewebeband (meist 20–40 mm breit), Kunststoffseil (meist 6–8 mm dick) oder dünnere Kunststofflitzen eingebettete bzw. eingewebte leitfähige Drähte. Diese werden mit dem Weidezaungerät verbunden und dann (gegebenenfalls in mehreren Etagen) als Zaun um die Weide oder Koppel gespannt. Zur Befestigung dienen meist Holz- oder Kunststoffpfähle, die in regelmäßigen Abständen in den Boden gerammt werden. An diese wird der Draht mit Klemmen bzw. Isolatoren befestigt.

Der Aufbau eines Weidezaunes

Haben Sie sich für ein Weidezaungerät entschieden, steht noch der Bau des elektrischen Weidezaunes aus. Am häufigsten werden hierfür Zaunpfähle aus Holz verwendet, die in regelmäßigen Abständen in den Boden gerammt werden. An diese werden dann die elektrischen Leiter mit Isolatoren befestigt. Greift man auf Kunststoffpfähle zurück oder verwendet Holzpfähle aus einer sehr harzreichen Holzsorte, kann sogar auf die Isolatoren verzichtet werden.
Ist der Draht gespannt, muss dieser noch gemäß Anleitung an das Weidezaungerät anschlossen werden sowie dieses geerdet werden. Hierbei ist es sehr wichtig, auf einen exakten Aufbau zu achten, damit der Weidezaun seine Wirkung entfachen kann und zudem keine Gefahr für Tier und Mensch darstellt.
In der Praxis als sehr hilfreich hat sich erwiesen, wenn neben dem elektrischen Weidezaun noch ein Maschendrahtzaun oder ähnliches als Notfall-Lösung installiert wird. Dies ist vor allem bei dauerhaft errichteten Weidezäunen sinnvoll. Denn kommt es mal zu einer Fehlfunktion bzw. einem Ausfall des Weidezaungerätes, weil zum Beispiel die Stromquelle erloschen oder ein anderer Fehler vorliegt, können die Tiere trotzdem nicht ungehindert die Weide verlassen. Zudem schützt ein engmaschiger Zaun auch davor, dass kleinere Tiere unter dem meist in ca. 50 bis 80 cm Höhe angebrachten Elektrozaun unter durchschlüpfen.
Beim Aufbau eines Weidezaunes sollte ebenfalls nicht vergessen werden, ein Warnschild aufzustellen. Natürlich nicht für die Tiere, sondern für Fußgänger und spielende Kinder. Denn auch wenn die Stromstöße eines Weidezaungerätes prinzipiell nicht als gefährlich gelten, sind sie doch ziemlich unangenehm.

Meine Emfehlungen für Weidezaungeräte: